Theweleit
Die
vielfältigen symbolischen Verbindungen von Frauen, Weiblichkeit
und Fruchtbarkeit mit verschiedenen Gewässern (und in
weiterer Folge auch mit Flüssigkeiten generell) beschreibt
Theweleit wie folgt:
"Es ist ein Fluß ohne Ende und riesig
breit, der so durch die Künste und die Literaturen fließt: die
Frau aus dem Wasser, die Frau als Wasser, als brausendes,
spielendes, kühlendes Meer, als reißender Strom, als
Wasserfall, als unbegrenztes Gewässer, durch das die Schiffe
treiben, mit Seitenarmen, Tümpeln, Brandungen, Mündungen;
die Frau als lockende und abenteuerliche Tiefe, als Becher,
in dem der Saft sprudelt, die Vagina als Welle, als Schaum, als
dunkler Ort, als mystischer Ort. Die Vagina als heiliger Grahl. Die Vagina als Eingang in den Ozean, als Teil aller
Ozeane, die Ozeane als Teil jeder Vagina. Der Name aller
Orte, an denen es fließt, ist Frau."