Sheela Na Gig
Als
Sheela-na-Gig oder auch Sheela Na Gig werden weibliche Steinreliefs
bezeichnet, die ihre meist übertrieben groß dargestellte
Vulva präsentieren.
Der Mythos:
Die vorchristliche
Liebesgöttin, die in der nordischen Freya von der es eine
vergleichsweise sehr zurückhaltende Darstellung auf einem
gotländischen Bildstein gibt, ihre Entsprechung hat, stand
für Glück, Erfolg, Fruchtbarkeit und Gesundheit. Entsprechend
altirischer Legenden erscheint jedem zukünftigen König
eine Frau als häßliche, lüsterne Hexe und sucht ihn zu
verführen. Wenn sie Erfolg hat, wird sie zu einer
schönen Frau und gibt ihm Erfolg und seiner Herrschaft ihren
Segen. Sheelas fordern mit eindeutiger Geste zur Kopulation auf;
deshalb mußte zumindest in der offiziellen Lesart der
Kirche der Sinn dieser unverhohlen gezeigten Libido wechseln. Sie
wurden von dem damals offensichtlich weniger sittenstrengen irischen
Klerus in ihrer überlieferten Mission gesehen, nämlich
als Glücksbringerin. Der Halbmond, der das rechte Auge der
Sheela von Ballinacarriga im Co. Cork umschließt, kennzeichnet sie als eine Enkelin der Göttinnen
Dana und Brigid. J. Roberts spannt den Bogen sogar bis zur
indischen Kali, die als Kalika ähnlich dargestellt wird. Ihr
gälischer Name war Cailleach. Sie gilt als die Urmutter der
Völker.